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  • Marion Marquardt

Mount Korab - Mazedonien's höchster Berg

Wir sind nun schon fast eine Woche in Nordmazedonien unterwegs und total begeistert von dem Land. Auch hier ist die Gastfreundschaft unschlagbar und das Essen schmeckt phänomenal.


Den Mount Korab wollen wir uns nicht entgehen lassen. Albanien teilt sich den höchsten Gipfel des Landes mit Nordmazedonien. Wir beschließen, ihn von der mazedonischen Seite zu erklimmen.

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Mount Korab 2.764 m

Bereits die Anfahrt ist abenteuerlich. Es geht zunächst 10 km Feldweg ins mazedonische Hinterland. Wir haben von den schlechten Straßenverhältnissen gehört und planen deshalb die Anfahrt am Tag vor der Wanderung, solange es hell ist. Trotzdem fordert die Straße unseren VW Bus ganz schön. Schließlich passieren wir die Grenzschutzstation zum Kosovo. Der Ort sieht ausgestorben aus. Wir fahren im Schritttempo durch, als auf einmal ein uniformierter Mann hinter uns herläuft. Den haben wir ganz übersehen! Hoffentlich gibt's keinen Ärger... Aber kein Grund zur Sorge - der Grenzbeamte ist sehr gut gelaunt, schaut kurz in unsere Ausweispapiere und fragt, wo wir hinwollen. Er wird immer redseliger. Offenbar kommen hier nicht so oft Leute vorbei. Und so fahren wir nach einem kurzen Plausch weiter bis zur Station Strezimir, wo die Wanderung losgeht. Wir sind nun auf 1.450 m Höhe und es ist ganz schön kalt hier. Ursprünglich hatten wir geplant auf dem Korab zu zelten, aber das ist uns bei Minusgraden dann doch zu hart.


Am nächsten Morgen brechen wir um 8 Uhr auf. Wir haben immerhin gut 1.200 Höhenmeter vor uns und die Tage im Oktober sind ganz schön kurz. Der Weg ist allerdings sehr gut zu laufen. Der Anstieg ist meist gleichmäßig und der Ausblick die ganze Zeit top. Schon gegen Mittag erreichen wir den Gipfel, bei Kaiserwetter!

Es sind nur ein paar Leute oben, die meisten kommen von der albanischen Seite. Wir genießen die 360° Aussicht bei einer Brotzeit. Weit und breit nur Berge!

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"Getting to the top is optional. Getting down is mandatory." Ed Viesturs

Nach einer ausgiebigen Fotosession machen wir uns auf den Rückweg. Wie immer, ist der nicht so prickelnd. Bergab ist immer eklig für die Knie und dann ist es auch noch derselbe Weg. Aber wie auf dem Schild am Gipfel steht: "Getting to the top is optional. Getting down is mandatory." Da ist was dran :-)

Am späten Nachmittag sind wir wieder bei unserem Auto und beschließen, den Feldweg noch am selben Tag zurückzufahren. Noch eine Nacht im kalten Strezimir muss nicht sein. Der Grenzbeamte hat Verstärkung bekommen und grillt mit seinen Kollegen am Lagerfeuer. Die Beamten hier haben echt ein gechilltes Leben und sind super drauf. Und wir sind auch mega happy. Die Wanderung war ein echtes Highlight - und nicht das letzte in Nordmazedonien :-) Stay tuned.

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