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  • Marion Marquardt

Mit dem Pferd durch Mazedonien's Hochland

Obwohl Mazedonien relativ klein ist, hat es viel Wildnis zu bieten. Der Mavrovo Nationalpark ist ein Teil davon. Inmitten der großen Weite liegt die Sherpa Mountain Ranch. Vasko hat sich hier eine Ranch aufgebaut und züchtet eine robuste, ausdauerfähige mazedonische Pferderasse, perfekt angepasst für das Hochland und die rauen Bedingungen. Mit ihm wollen wir eine zweitägige Tour durch den Mavrovo Nationalpark machen. Leider regnet es ein paar Tage in Strömen, so dass wir unsere Tour etwas verschieben müssen. Aber die Mazedonier sind da ja glücklicherweise sehr flexibel und spontan. Und um die Regentage nicht im VW Bus überbrücken zu müssen, quartieren wir uns in ein nahegelegenes Agriturismo an - das Hotel Tutto in Janche.

tutto janche mavrovo tefik
Restaurant Tutto in Janche

Was soll ich sagen? Ein absoluter Glückstreffer! Wir haben schon immer lecker in Mazedonien gegessen, aber das was hier serviert wird, übertrifft noch einmal alles. Tefik, der Hotelwirt, der sich selbst Tutto nennt, hat lange Zeit in Italien gelebt und als Koch gearbeitet. Seit einigen Jahren führt er in seinem Heimatdorf das Hotel und Restaurant, wo er fast ausschließlich lokale und nachhaltig angebaute Lebensmittel verarbeitet. Wir sind restlos begeistert und laden unseren VW Bus mit allerlei Mitbringseln voll. Im Nachhinein muss ich verraten, dass sie nie in Deutschland angekommen sind – wir haben sie allesamt in unseren verbleibenden 3 Wochen auf der Reise verputzt 😊

mavrovo horse riding sherpa mountain
Endlose Weite im Mavrovo Nationalpark

Die Regenperiode ist vorbei und wir starten unsere Pferdetour. Vasko empfängt uns sehr herzlich mit einem Raki und stellt uns seine Tiere vor. Neben Pferden hat er auch Ziegen und Schafe. Und wir dürfen sogar eine Ziege melken – oder es zumindest versuchen. Gar nicht so leicht 😊


Wir haben das Glück, dass wir nur zu zweit sind - eine exklusive Tour also 😊 Micha reitet auf Florian, ich bekomme Fiden zugeteilt. Ein perfektes Match! Micha’s Pferd ist etwas faul und langsam. Wir reiten mit Vasko durch die mazedonische Prärie und es fühlt sich unglaublich an. Die Pferde sind absolut trittsicher und vertrauenswürdig.

Nach einem Tag in der Prärie schlagen wir unser Lager auf. Vasko hat jetzt Unterstützung von zwei weiteren Jungs. Wir haben unser eigenes Zelt zum Schlafen, sowie ein riesiges Versorgungszelt mit Ofen. Den können wir auch gebrauchen, denn es wird schon ganz schön kalt um die Jahreszeit. Das Essen ist mal wieder vom Feinsten. Wir bekommen alle möglichen mazedonischen Spezialitäten aufgetischt. Von unserem Lager haben wir sogar Ausblick auf den Mount Korab, den wir ein paar Tage vorher bestiegen haben.

Weide mit Aussicht auf den Mount Korab 2.754 m

Die Nacht wird allerdings nicht ganz so erholsam. Um uns herum sind unzählige Schäferhunde, die ihren Dienst echt gut machen. Sie bellen die ganze Zeit. Die müssen doch irgendwann heiser werden! Denkste. Da helfen auch keine Ohrenstöpsel mehr.

Nach einem fantastischen Frühstück geht's wieder auf dem Rücken der Pferde weiter. Wir reiten mit Vasko über die Prärie und kehren bei einem Schäfer ein. Der hat dort oben eine einfache Hütte und macht uns einen warmen Kaffee. Die Konversation funktioniert wie immer mit Händen, Füßen und einem Lächeln ausgezeichnet. Und dann geht es schon zurück zur Ranch. Wir beeilen uns ein bisschen, weil schon wieder Regen aufzieht. Micha hat es da mit seinem lahmen Gaul etwas schwer :-) Am frühen Nachmittag sind wir zurück und machen die Pferde stallfertig. Dann wird nochmal was zu Essen serviert und wir trinken einen Abschiedsdrink mit Vasko und seinen Kollegen. Uns bleiben tolle Eindrücke von diesem herzlichen Land. Wir kommen definitiv wieder. Im Mavrovo Nationalpark soll man im Winter auch super freeriden können :-)

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